Nachhaltiger leben mit Kindern:

Tolle Familien-Tipps für einen ökologischen und umweltbewussten Lebensstil.

Nicht erst seit Greta liegt Kindern und Jugendlichen der Schutz der Natur und der Umwelt sehr am Herzen. Denken wir nur an die zahlreichen Müllsammelaktionen, regionale Pflanzaktionen oder die vielen Schul-Projektwochen, während denen sich die Schüler intensiv mit dem Thema Umwelt, Natur und Müllvermeidung auseinandersetzen.

Insektenhotels, Nistkästen, Blättersammeln im Herbst, Kastanienschälchen für das kleine Eichhörnchen aus der Nachbarschaft: All diese Dinge sind Ausdruck der Kinder auf ihre Lust an der Natur. Werden im Familienkreis wichtige Anschaffungen diskutiert, so sind es auch meist auch die Kleinen am Tisch, die diese auf ihre Sinnhaftigkeit und gleichzeitig auch auf ihre ökologische Sinnhaftigkeit beurteilen.

Kinder haben richtig Lust auf Umweltschutz

„Fridays for Future“ ist für Kinder und Jugendliche daher auch keine Initialzündung zu mehr Umweltschutz, die Bewegung bündelt vielmehr ihre ureigenen Umweltschutz-Interessen und macht sich zum Sprachrohr der gesamten jungen Generation. Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind also Themen, mit denen man Kinder und Jugendliche schnell begeistern kann. Was liegt daher näher, als gemeinsam mit den Jüngsten mehr Nachhaltigkeit im eigenen Zuhause einziehen zu lassen? Dafür haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, die sich nicht nur sehr einfach umsetzen lassen, sondern zudem auch den Spaß-Faktor und den Entdecker-Drang der Kleinen bedienen.

Tipp 1: Spielzeug aus Müll

Die meisten Kinder sind gerne kreativ und lieben es, Dinge mit viel Fantasie auch aus Sachen entstehen zu lassen, die für uns Erwachsene in aller Regel erst einmal unbrauchbar erscheinen. Ein Stock im Wald wird so zum Ritterschwert, Kastanien zu Murmeln oder zu einem heiß begehrten Zahlungsmittel und die Pappe der Küchenrolle mit etwas Farbe zu einem echten Piraten-Fernrohr. Ein Bekannter von uns hat einmal folgende kleine Geschichte erlebt. Er hatte letzten Sommer für seine Kinder ein Gartentrampolin bestellt, das in einem sehr großen Karton geliefert wurde. Das Trampolin wurde aufgebaut, die Kinder hüpften fröhlich darauf herum und Papa verzog sich glücklich mit seiner Zeitung auf den Liegestuhl der Terrasse. Nach kurzer Zeit wurde es plötzlich ruhig auf dem Trampolin. Stattdessen liefen die Kinder mit Wasserfarben, Bastelpapier und einer Schere durch den Garten. Der Kleinste schleppte plötzlich einen alten Weinkarton (natürlich ohne Inhalt) aus dem Keller, der Größte hantierte mit dem Schraubenzieher an seiner Fahrradklingel herum. Neugierig geworden folgte Papa den Kids in den Garten. Gemeinsam werkelten diese dort an dem großen Trampolinkarton herum. Fenster wurden reingeschnitten, eine Tür, die Fahrradklingel wurde zur Haustürklingel, ein Namensschild wurde gebastelt, ein Schuhkarton war der Briefkasten und die Weinkiste wurde zur Hütte von Wuffi dem Stofftierhund. Das Abfall-Kinderspielhaus überlebte knapp 2 Wochen und war in dieser Zeit das absolute Lieblingsspielzeug der Kids. Einfach deshalb, weil sie sich daran nach Herzenslust austoben und kreativ werden konnten.

Diese kleine Geschichte zeigt uns Folgendes: Um glücklich zu spielen, brauchen Kinder oft gar nicht soviel. Ein bisschen Müll reicht manchmal schon. Ein paar Kartons, einige ausrangierte Wäscheklammern, alte Papprollen, Stoffreste, verbeulte Blechdosen, Holzbrettchen – für Kinder alles viel zu Schade zum Wegwerfen, schließlich kann man damit ja viele wunderbare Dinge zum Spielen bauen.

Tipp 2: Abenteuer Technik-Reparatur

Kinder lieben es, Neues zu entdecken. Wie schaut es wohl in einer Waschmaschine aus? Wie in einem Föhn? Und was steckt eigentlich alles in einem Toaster drin? Diesen Forscherdrang der Kleinen kann man ganz wunderbar fördern, indem man Dinge einfach mal selbst repariert. Dazu müssen diese – sehr zur Freude der Kleinen – nämlich meist komplett auseinander genommen werden.

Beispiel Trockner: Es gibt wohl kaum ein Modell auf dem Markt, bei dem nicht irgendwann der Flusensumpf verstopft und gereinigt werden muss. (Zur Erklärung: Der Flusensumpf befindet sich weit hinten im Trockner unter der Maschinenabdeckung.) Wer dafür den Fachmann bestellt ist schnell einen ordentlichen Hunderterbetrag los. Meist wird dann lieber direkt ein neuer Trockner angeschafft, weil sich die Reparatur nicht mehr lohnt. Doch weit gefehlt: Die gängigen Modelle kann man dank zahlreicher Hilfevideos aus dem Internet problemlos selbst reparieren. Und das am bestem im Team mit den Kindern. Einen ganzen Trockner auseinanderschrauben: ein Fest für die Kleinen. Dabei wird dann nicht nur die kindliche Neugierde befriedigt, die Kids lernen zudem auch, dass man nicht alles gleich wegwerfen muss und Sachen auch selbst wieder zum Laufen bringen kann. Ganz zu schweigen von dem großartigen Erfolgserlebnis, wenn die Maschine wieder tut, was sie soll.

Tipp 3: Restetag in der Küche

Wer frisch kocht, kennt das Problem: in der Regel bleibt vom leckeren Abend- oder Mittagessen immer etwas übrig. Mal die Kartoffeln, mal etwas Soße, mal ein bisschen was von der Suppe. Zum Wegwerfen viel zu schade, aber für eine komplette Mahlzeit reicht es meist auch nicht. Was also tun mit den wertvollen Lebensmitteln? Unser Tipp: der Restetag. Einmal pro Woche gibt es dabei all das, was im Laufe der Woche so alles im Kühlschrank oder in der Gefriertruhe gelandet ist. Aus den Kartoffelresten werden Bratkartoffeln, die Suppe wird mit Brühe und Nudeln gestreckt, die übrig gebliebene Frikadelle landet zusammen mit Paprikastreifen im Nudelauflauf. Mhhm, lecker. Wir selbst machen diesen Resteverwertungstag auch einmal pro Woche. Die Kinder finden es sehr spannend, was man alles aus einem bisschen Übriggebliebenem zaubern kann. Während Mama und Papa in der Küche stehen, bekommen die Kleinen von uns übrigens eine ganz besonders wichtige Aufgabe: Sie dürfen sich den Namen für unser Resteessen ausdenken. Herrlich, was dabei schon alles herausgekommen ist. Gruselnudel (Pasta mit Kürbisresten), Grüne Hölle (Auflauf mit Reis, Spinat und Peperoni), Gartenmassaker (Rohkostsalat aus allem was noch da war, ganz klein geschnibbelt) oder Bauchklatscher (Frikadelle plattgedrückt und angebraten mit Spiegelei drüber). Du siehst, ein Restetag ist was Tolles: Die Kinder haben Spaß, lernen viel über nachhaltiges Leben und die wertvollen Lebensmittelreste werden komplett verwertet.

Tipp 4: Der Plastikdeal

Machen wir uns nichts vor: Ein Leben komplett ohne Plastik ist nur sehr schwer realisierbar, vor allem mit Kindern, die auf Lego und Playmobil fliegen. Plastik komplett zu verteufeln bringt Kinder deshalb in eine Zwickmühle. Einerseits verstehen sie die Problematik mit den riesigen Plastikmüllbergen, andererseits ist aber nun ausgerechnet das Lieblingsspielzeug aus Plastik. Um beides gut unter einen Hut zu bringen, haben wir uns den Plastikdeal ausgedacht. Der funktioniert wie folgt: Bei uns gibt es gutes Plastik (Spielsachen, Haushaltsgeräte, Fernseher, Telefon) und es gibt schlechtes Plastik (Strohhalme, Tüten, Vorratsdosen, Verpackungen). Unser Plastikdeal mit den Kids: Damit wir gutes Plastik verwenden können, müssen wir auf alles schlechte Plastik verzichten. Im Prinzip ist es also ein bisschen wie mit Superhelden – dort wo die Guten wohnen, da ist kein Platz mehr für die Bösen. In der Umsetzung klappt unser Deal erstaunlich gut. Die Kids achten peinlich darauf, dass wir immer Stoffbeutel zum Einkaufen mitnehmen. Strohhalme aus Plastik wurden durch welche aus Glas ersetzt und im Supermarkt greifen sie schon automatisch zu Verpackungen aus Glas. Mittlerweile sprechen sie auch schon mit ihren Freunden und in der Klasse darüber. Das Ergebnis: Ordner aus Plastik sind aus der Klasse rausgeflogen und es werden jetzt nur noch die aus Pappe benutzt. Uns freut es – und die Umwelt erst recht!

Tipp 5: Süßigkeiten-Treibstoff

Wie bringt man Kids dazu, sich nicht ständig überall hin kutschieren zu lassen? Ganz einfach: mit Süßigkeiten-Treibstoff. Pro geradeltem Kilometer gibt’s bei uns jetzt 1 Gummibärchen an der Gummibärchentankstelle. Statt mit dem Auto geht es nun quietschvergnügt ganz nachhaltig mit dem Fahrrad zum Sport, in die Musikschule oder zum Einkaufen. Wir notieren jeden gefahrenen Kilometer und abends gibt’s dann den Treibstoff als Belohnung in Bärchenform. Seitdem steht sich unser Auto einen Platten – und die Kleinen sind mittlerweile wahre Kilometerrechenmeister, die freiwillig jeden Umweg ohne Murren in Kauf nehmen.

So, das waren unsere Tipps, mit denen man mit viel Spaß das Thema Nachhaltigkeit kindgerecht realisieren kann. Hast du vielleicht auch einige schöne Ideen, die du mit deiner Familie umsetzt? Sende sie uns gerne an info@binibini.de, damit wir sie hier in unserem Magazin mit allen anderen binibini Soulmates teilen können.

Dein binibini-Team
Iris & Andash

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