Mehr Nachhaltigkeit in deinem Zuhause:

Wie man mit ganz einfachen Tricks ökologischer und grüner wohnen kann.

Dürfen wir dir einmal unseren Lieblings-Mitbewohner vorstellen: er heißt Nachhaltigkeit und macht nur wenig Dreck. Was sich wie ein kleiner Scherz liest, ist aber ganz ernst gemeint. Leider fällt nämlich gerade beim Wohnen viel Müll und Dreck an.

Damit meinen wir jetzt nicht unbedingt das, was aus dem Schornstein deiner Heizung rauskommt, sondern all die schönen Dinge, mit denen man sich in seiner Wohnung umgibt. Hast du dich schon mal gefragt, wie genau dein Sofa, dein Regal oder dein Bett eigentlich hergestellt wurden? Fair? Nachhaltig? Ökologisch? Was beim Thema Mode heute für viele Menschen zum Glück immer wichtiger wird, wird in den eigenen vier Wänden leider immer noch eher stiefmütterlich behandelt.

Bleiben-und-bleiben statt Ex-und-hopp

Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, mit ganz einfachen Tricks der Umwelt etwas Gutes zu tun. Beispiel gefällig? Here we go. Nehmen wir mal eines der vermutlich meistverkauften Möbelstücke: das klassische Bücherregal. In der Standard-Variante besteht dies meist aus Pressholz, Kleber (zum Glück seit einigen Jahren schadstofffrei) und Kunststofffurnier. Fertig ist eines der wohl flexibelsten Möbel der Welt, in dem nahezu alles Platz findet: Bücher, Vinyl, Krimskrams, kleine Sammlungen und und und. Bis hierhin ist alles gut und schön – das Problem ist jedoch leider die Haltbarkeit dieser Regale. Nach wenigen Jahren schon sieht ein folienbeschichtetes Regal, meist durch Kratzer oder verblassende Farben, nicht mehr schön aus. Haustiere, Kinder und vor allem Umzüge beschleunigen den Alterungsprozess enorm. Das Ergebnis: das Regal landet auf dem Wertstoffhof und ein neues zieht ein.

Doch es ginge auch anders. Mittlerweile bieten eine Menge günstige Möbelhäuser Bücherregale auch aus nachhaltigem Vollholz an. Streicht man sich die in seiner Lieblingsfarbe mit umweltfreundlichen Lacken oder Lasuren, lassen sich kleine Beschädigungen auch nach Jahren noch problemlos wieder beheben – und defekte Regalböden können einfach durch neue ersetzt werden. Reparieren statt wegschmeißen wäre dann das Motto.

Es gibt aber noch viel mehr tolle Möglichkeiten, sein eigenes Zuhause Schritt für Schritt so umzugestalten, dass der eigene ökologische Wohnabdruck möglichst klein bleibt. Dabei geht es gar nicht mal so sehr um Verzicht, wie das Bücherregal-Beispiel zeigt, sondern vielmehr um eine sinnvolle Nutzung unserer Ressourcen. Dafür haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, die dir zeigen sollen wie einfach man das eigene Wohnen aufgrünen kann.

Tipp 1: Ökologische Farben

Farbe ist gleich Farbe, denken die meisten. Dem ist aber nicht so. Bestimmt ist es dir auch schon mal aufgefallen: nahezu jede Wandfarbe, jede Lasur und jeder Lack riecht anders. Das hat mit den unterschiedlichen Inhaltsstoffen zu tun, die die Hersteller verwenden. Und da gibt’s eben ökologisch-wohngesunde – aber eben auch welche, die für dich und die Umwelt nicht so gut sind. Als Laie kann man leider nur schwer beurteilen, was gut ist und was nicht. Deshalb unser Tipp: in nahezu jeder Stadt und auch im Internet gibt es mittlerweile ökologische Baumärkte, die ausschließlich nachhaltige Produkte verkaufen.

Einer unser Lieblinge ist Lehmfarbe für Wand und Decke. Im Gegensatz zu normalen Wandfarben enthält sie absolut keine Lösemittel und Weichmacher sowie kein Formaldehyd oder andere Giftstoffe. Sie riecht nicht, lässt sich gut verarbeiten, hält auf jedem Untergrund und verbessert das Raumklima spürbar. Natürlich ist die Farbe teurer als billige Baumarktfarbe, sie bietet aber einen weiteren Vorteil: kleine Schadstellen an der Wand lassen sich ganz problemlos auch nach vielen Monaten einfach überstreichen, ohne dass man einen Unterschied auf der Wand erkennen kann. Reparieren statt alles Neumachen eben.

Tipp 2: Möbelklassiker

Bevor wir zu den Möbelklassikern kommen, mal kurz ein vergleichender Blick auf die Mode. Nachhaltige Mode nämlich läuft in der Regel nicht den neusten Trends hinterher, sondern bedient sich klassischer Schnitte, Formen und Muster – und vor allem hochwertiger Materialien. Der Grund: dadurch halten die Kleidungsstücke erstens deutlich länger und kommen zweitens nicht aus der Mode. Man kann diese Sachen also lange benutzen und muss nicht ständig etwas Neues kaufen.

Ganz genauso verhält es sich mit Möbelklassikern. Ein Stuhl von Eames oder Carl Hanson kommt auch praktisch nie out-of-style. Ein Regal von USM Haller sieht seit über 40 Jahren schon gut aus und ist nahezu unverwüstlich (und falls doch mal ein Kratzer drankommt, kann man die entsprechende Stelle einfach neu lackieren lassen.) Problem nur: klassische Möbel sind in der Regel deutlich teurer als Möbel aus dem Mitnahmemarkt. Doch es gibt eine Lösung: Ebay-Kleinanzeigen. Dort findet man viele schöne gebrauchte Sachen zu Preisen, die kaum mehr über denen normaler Wegwerfmöbel liegen.

Mal ein Rechenbeispiel: vernünftige Stühle aus dem Möbelhaus gibt’s zwischen 60 und 90 Euro pro Stück. Für 120 bis 150 Euro findet man auf Ebay-Kleinanzeigen schon Klassiker von Eames in gutem Zustand. Klassiker müssen also gar nicht mal so viel teurer sein, sind aber auf jeden Fall werthaltiger und nachhaltiger, weil sie immer und immer gut aussehen – und für sie auch kein Verpackungsmüll mehr anfällt.

Tipp 3: Plastikfrei

Das Aufheben bzw. Einfrieren von übrig gebliebenem Essen, ist ja im Prinzip etwas sehr Nachhaltiges. Stichwort: Müllvermeidung. Schade ist dabei bloß, dass die Vorratsdosen in der Regel aus Kunststoff bestehen. Das ist zwar praktisch, nur eben nicht besonders ökologisch, da auch diese Dosen zum Anwachsen des Plastikmüllberges beitragen. Doch zum Glück gibt es mittlerweile Alternativen aus Glas, die sogar noch viel hübscher aussehen und mindestens genauso praktisch sind.

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, das Wohnen plastikfrei zu machen. Stoffbeutel statt Plastiktüte, Einkaufen im Unverpackt-Laden (mit den tollen Vorratsdosen aus Glas), Holzuntersetzer statt welche aus Plastik, Vorhänge und Bettwäsche aus 100 Prozent natürlichen Fasern wie Bio-Baumwolle oder Leinen statt aus einem Kunstfaser-Mix. Unser Tipp: Einfach mal mit offenen Augen durch die Wohnung schlendern und überlegen, welches Plastikteil man durch etwas Natürliches ersetzen kann.

Tipp 4: Recycling

Wir haben einen Bekannten, der seine Samstag-Vormittage am liebsten auf dem Betriebshof seiner Stadt direkt neben dem Möbel-Container verbringt. Klingt vielleicht schräg, ist aber total schlau. Dort rettet er nämlich eine ganze Menge toller Möbel vor der Schrottpresse. Tische, Stühle, kleine Regale, ein antikes Küchenbuffet – all das hat er schon nach Hause geschleppt. In seiner kleinen Werkstatt arbeitet er die Dinge wieder auf. Häufig reicht dabei ein bisschen schleifen, hier und da mal was kleben oder ein kleines Teil ersetzen. Das Ergebnis aber ist immer mehr als beeindruckend. Spart ihm nicht nur jede Menge Geld und schont die Ressourcen unserer Welt, es sichert ihm auch viele begeisterte Schulterklopfer.

Tipp 5: Nachhaltige Elektrogeräte

Was lange hält und bei Bedarf repariert werden kann, das ist in aller Regel auch nachhaltig. Zugegeben, bei Elektrogeräten steht dieses Thema aktuell noch nicht an erster Stelle. Mal abgesehen vom Stromverbrauch interessiert sich beim Kauf des Fernsehers oder der Waschmaschine kaum jemand dafür, wie ökologisch und fair diese Elektrogeräte hergestellt wurden. Zum Glück ändert sich das aber gerade, wie wir an den vielen positiven Reaktionen auf unsere eigenen Produkte erfahren können. Die Menschen haben erkannt, dass uns der Wegwerf-Neukauf-Konsum langsam aber sicher in eine Sackgasse führt.

Unser Tipp deshalb für dein Zuhause: Geht eines deiner Elektrogeräte kaputt, versuche auf jeden Fall immer zuerst, es reparieren zu lassen. Bei einer Waschmaschine, Spülmaschine oder einem Trockner und auch bei vielen Kleingeräten ist das auf jeden Fall sinnvoll. Mit etwas handwerklichem Geschick und einer guten Hilfeanleitung klappt das manchmal auch alleine. Auf Youtube findest du beispielsweise jede Menge Videos, die zeigen, wie man beim Trockner den Kondensator reinig, bei der Waschmaschine die Tür tauscht oder die Spülmaschine wieder zum Spülen bringt. Aber Achtung: bitte immer vor jeder Reparatur den Netzstecker ziehen! Falls du dir das mit dem Selbstreparieren nicht zutraust, kannst du deine defekten Elektrogeräte auch in eines der vielen Repair-Cafés bringen und dort meist kostenlos reparieren lassen.

Sollte sich ein Elektrogerät einmal nicht mehr wieder in Stand setzen lassen, dann achte beim Neukauf am besten auf eine nachhaltige Qualität. Eine ressourcenschonende Produktion, faire Arbeitsbedingen, eine gute Haltbarkeit und vor allem die Möglichkeit, das Elektrogerät im Falle eines Falles reparieren lassen zu können, sollten dann die entscheidenden Kaufkriterien sein.

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten für eine „Nachhaltisierung“ des eigenen Wohnens. Falls dir das Umgestalten der eigenen 4 Wände also genau so viel Spaß macht, wie uns, dann leg’ doch jetzt einfach gleich damit los. Wir wünschen dir dabei auf jeden Fall viel Spaß!

Dein binibini-Team

Iris & Andash

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